Jane's Story
Viele unbekannte HeldInnen sind wichtige medizinische Hilfskräfte in ihren Gemeinden, insbesondere während der COVID-19-Pandemie. Die 26-jährige Jane Njeri Kagwiria Kubai ist eine solche Person. Sie ist vielfach tätig: als Sicherheitsbeamtin, Gesundheitspersonal an vorderster Front, Studentin und Mutter in Nyeri County. Sie arbeitet hart als Sicherheitsbeamtin, um ihren Traum, Gesundheitshelferin zu werden, verwirklichen zu können. Als alleinerziehende Mutter eines sechsjährigen Jungen ist Jane Frühaufsteherin. Ihr Tag beginnt um 3 Uhr morgens. Jane wuchs in einer bescheidenen familiären Umgebung auf und navigierte ihr Leben durch verschiedenen Hürden wie Armut und Zwangsheirat . Mit Unterstützung der Kirche schloss sie 2013 ihre Sekundarschulausbildung ab. Im selben Jahr änderte sich ihr Leben, als eine Sicherheitsfirma ihr einen Job anbot. "Ich wusste, dass dieser Job ein Sprungbrett sein würde, um meine Träume zu verwirklichen", bestätigt sie. Jane ist Sicherheitsbeamtin im Consolata Hospital, eine Arbeit mit der sie ihr Studium finanziert.
Während der kurzen Pausen im Krankenhaus betätigt sie sich als Gesundheitskraft. „Während meiner kurzen Pause zwischen den Arbeiten schärfe ich das Bewusstsein und unterrichte ambulante PatientInnen darüber, wie die Verbreitung von COVID-19 verhindert werden kann. Ich ermutige sie, sich an die Richtlinien der Ärzte zu halten. Ich spreche auch die mit der Krankheit verbundenen Ängste und Stigmatisierungen an “, erklärt sie.
Als Jane von dem von der Europäischen Union unterstützten COVID-19-Reaktionstraining von Amref Health Africa in Kenya hörte, hat sie sich sofort dafür beworben. Das Training hat sie und ihre KollegInnen mit konkreten Fähigkeiten zur COVID-19-Prävention ausgestattet. „Ich habe Jane aufgrund ihres Engagements und ihrer Leidenschaft für die Gesundheitserziehung speziell für COVID-19 als Mitglied des Teams ausgewählt“, sagt Dr. John Miranda, verantwortlicher medizinischer Mitarbeiter am Consolata Hospital. Er sagte, dass das Krankenhaus im März 30 MitarbeiterInnen anhand von Online-Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geschult habe und Jane ihr Interesse bekundet habe, Teil des COVID-19-Reaktionsteams des Krankenhauses zu sein. Nachdem das Krankenhaus im Juli seinen ersten Fall von Coronavirus gemeldet hatte, ergriff es strenge Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus innerhalb und außerhalb des Krankenhauses zu verringern. Jane unterstützt die Präventionsmaßnahmen in der Gesundheitseinrichtung. Am Tor überprüft sie die Körpertemperatur von PatientInnen und BesucherInnen, die das Krankenhausgelände betreten. Sie sorgt dafür, dass alle ihre Hände mit Wasser und Seife gewaschen haben und ihre Masken tragen.
Jane hat auch Vorsichtsmaßnahmen eingeführt, um zu verhindern, dass sie das Virus zu Hause verbreitet. „Wenn ich zu Hause ankomme, ziehe ich meine Kleidung aus und tränke sie in Wasser. Dann dusche ich, bevor ich mit meinem Kind und der Haushilfe interagiere“, sagt sie. Sie weiß, dass ihre Arbeit sie einem höheren Risiko aussetzt, sich mit dem Virus zu infizieren. Sie hofft jedoch immernoch, dass eines Tages jeder die richtigen Informationen erhält.
Im Rahmen des von der Europäischen Union (EU) finanzierten COVID-19-Reaktionsprogramms unterstützt Amref Health Africa die Regierungen von neun Landkreisen bei der Verbesserung der Personalkapazität zur Reaktion auf die Krankheit. Gesundheitspersonal an vorderster Front bleibt eine Lebensader bei der Gewährleistung einer wirksamen COVID-19-Prävention durch Screening, Diagnose und Management sowie der wirksamen Lösung von neu auftretenden Problem