Status „ARP“ (alternative Übergangsriten)  im Kampf gegen FGM

Am 6. Februar ist der Internationale Tag gegen die weibliche Beschneidung

"STOP THE CUT"

Im Rahmen der nationalen Bemühungen zur Beendigung der weiblichen Genitalverstümmelung hat AMREF das ARP-Modell in vielen Teilen Ostafrikas implementiert.

Zwischen 2009 und 2018 haben mehr als 20.000 Mädchen in Kenia und Tansania an AMREFs ARP Projekt (alternativer Übergangsriten) teilgenommen und konnten so vor der Beschneidung bewahrt werden.

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Das Projekt läuft unter dem Thema: Bildung ist die beste Beschneidung für Mädchen, die sich in Bezug auf kulturelle Praktiken anders verhält. Ein Übergangsritus ist ein Ritual, das den Wechsel eines Individuums von einem Status zum anderen symbolisiert. Mädchen in nomadischen Gemeinschaften werden durch die Beschneidung initiiert, wobei die weiblichen Genitalien beschnitten werden, um den Übergang von der Kindheit in die Frau zu markieren.

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Das AMREF ARP-Modell ist das effektivste Mittel im Kampf gegen die Beschneidung von Frauen. Das Modell beginnt mit der Sensibilisierung der lokalen Gemeindemitglieder, der Stammesältesten, der Massai-Morans (junge Krieger) und der Eltern der Mädchen.

Es kostet ca. 50 USD (ca. 5.000 Kenia Shillings) pro Mädchen, um das Konzept von ARP einzuführen, um ein Mädchen durch Schul- und Gemeindestrukturen wie Kirchen zu erreichen und es durch ARP-Schulungen gegen FGM und die ARP-Abschluss Zeremonie zu führen.

Zusammen mit der Bezirksregierung und AMREF in Kenia wurden mehr als 100 ehemalige Beschneiderinnen zu traditionellen Geburtshelferinnen umgeschult.

AMREF Flying Doctors Austria unterstützt dieses Programm von Anfang an.

Ines Müller