Weltflüchtlingstag - Ursachen angehen, statt Symptome bekämpfen

Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag!

Laut UNHCR waren Ende des Jahres 2017 68,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Rund 25,4 Millionen dieser Menschen sind Flüchtlinge, die vor Konflikten, Verfolgung oder schweren Menschenrechtsverletzungen aus ihrer Heimat flohen.

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Die Hälfte der Flüchtlinge weltweit sind Kinder unter 18 Jahren. 40 Millionen Menschen sind Binnenvertriebene, also Menschen, die innerhalb ihres Landes auf der Flucht sind. 3,1 Millionen Menschen unter den 68,5 Millionen sind Asylsuchende. Ähnliche Zahlen gelten leider auch für 2018.

Wenn Menschen die Risiken auf sich nehmen, auf schwierigen Wegen und mit unsicheren Transportmitteln nach Europa zu kommen, dann tun sie das nicht aus Abenteuerlust. Die Lebensbedingungen in ihrer Heimat sind so schwierig, dass sie keinen anderen Ausweg sehen, als diese waghalsige Flucht auf sich zu nehmen.

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Amref setzt sich als afrikanische Organisation seit über 60 Jahren dafür ein, dass Menschen in ihrer Heimat die strukturellen Voraussetzungen finden, die es ihnen ermöglichen, etwas aus ihrem Leben machen zu können. Strukturaufbau des Gesundheitswesens, Aus- und Weiterbildung auch in den ländlichsten Regionen, Aufklärung und das Wissen, dass Projekte nur nachhaltig erfolgreich sein können, wenn sie aus dem Kontinent selbst kommen – dafür steht AMREF. 900 Mitarbeiter, davon 95% Afrikaner und Afrikanerinnen, setzen sich dafür ein, die Lebensbedingungen in Afrika so zu verbessern, dass sich die Menschen dort nicht gezwungen sehen, fliehen zu müssen.

Amref schafft durch Ausbildung und Aufklärung Strukturen für eine bessere Gesundheitsversorgung in Afrika und trägt so zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen bei, damit Menschen auch in ihrer Heimat ein würdiges Leben führen können.

Ines Müller