Community Projekte in Isinya (Bezirk Kajiado), Kenya
Ringelflechte-Projekt
Das AMREF Austria-Projekt ist ein gemeindebasiertes Projekt, das auf einer Idee von Dieter Schleehauf, Vorstandsmitglied von AMREF Austria und wohnhaft in Kenia, sowie Caroline Kasaya Nyangira basiert. Es startete in Isinya, etwa 60 km von der Hauptstadt Nairobi entfernt, im Massai-Gebiet von Kajiado. Ziel ist es, die sogenannte Ringelflechte bei Kleinkindern zu reduzieren und zu behandeln. Diese ernsthafte Infektion kann nicht nur andere Schüler anstecken, sondern auch zu starken Kopfhautentzündungen und massivem Haarausfall führen.
Das Projekt begann in der zweiten Jahreshälfte 2025 sehr erfolgreich mit 290 Kindern aus benachbarten Schulen (Grundschule Engkirigiri und teilweise auch Grundschule Emampasuarai). Die meisten Kinder waren unter 12 Jahren und kamen mit ihren Eltern, um sich von Caroline über die Behandlung von Ringelflechte informieren zu lassen.
Girl child Empowerment” with Dignity pads
Während ihrer Zeit an den Schulen im Rahmen des Ringelflechte-Projekts erfuhr Caroline auch von den häufigen Fehlzeiten aufgrund fehlender Hygieneartikel während der Menstruation.
Leider sind Mädchen trotz schulischer Unterstützung aufgrund ihrer Menstruation besonders gefähr-det. Viele haben keinen Zugang zu Hygieneartikeln, was ihnen den Schulbesuch erschwert und dazu führt, dass sie monatlich 5-7 Schultage verpassen oder die Schule aufgrund der mit der Menstruation verbundenen Scham sogar abbrechen, wie Lehrer berichten. Dies liegt vor allem daran, dass Hygieneartikel für viele Eltern nicht zu den Prioritäten gehören und für Familien in den Gemeinden meist unerschwinglich sind. Caroline Kasaya, die die Problematik der Mädchen sehr gut versteht, schlug daher vor, aus lokalen Materialien waschbare und wiederverwendbare Hygienebinden herzu-stellen. Durch den direkten Kontakt mit den Mädchen, die bereits mit 10 Jahren ihre erste Menstruation bekommen, kann Caroline mit ihnen offen über dieses Thema sprechen, das oft auch in der Familie tabu ist. Für die Produktion dieser Hygienebinden werden eine Nähmaschine und lokal verfügbare Materialien benötigt. Der geplante Titel lautet: „Stärkung von Mädchen durch Binden“.