25. April - Welt-Malaria-Tag

Zwischen Leben und Tod liegt in Afrika nur wenig. Oft ist es nur ein Moskitonetz, das den Unterschied ausmacht, weil es die Menschen vor Malaria schützt.

Der Effekt des Klimawandels auf Malaria ist eine Herausforderung für die seit Jahrzehnten erfolgreichen Programme Amref Health Africas zum Schutz der Bevölkerung vor einer Malaria-Infektion.

Der nicht durch die Menschen Afrikas verursachte Klimawandel hat das Potenzial, die Ausbreitung und Intensität von Malaria erheblich zu beeinflussen, da die klimatischen Faktoren das Vorkommen der Anopheles-Mücken sowie der Plasmodium-Parasiten, die Malaria verursachen, direkt beeinflussen.  Ein zentraler Aspekt des Klimawandels ist der globale Temperaturanstieg. Temperaturen beeinflussen die Entwicklung der Malariaerreger und der Anopheles-Mücken erheblich. Die Brut- und Reifezeiten der Mücken verkürzen sich bei höheren Temperaturen, was zu einer schnelleren Vermehrung führt.

Amref ist wesentlich an der Entwicklung und Anwendung von neuen Medikamenten beteiligt und leistete in den letzten Jahrzehnten international anerkannte Forschungsarbeit.
Durch die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung und Gesundheitsbehörden sorgt Amref für:

✦          Aufklärung der Bevölkerung über die Ursachen und Symptome von Malaria

✦          Zugang zu Diagnoseeinrichtungen, um eine frühe und effektive Behandlung zu ermöglichen

✦          Zurverfügungstellung von imprägnierten Moskitonetzen und Malaria-Medikamenten

„Saloums Geschichte“

Saloum ist Bauer und lebt im Dorf Nangure, Distrikt Mtwara, in einer kleinen Gemeinde mit nur einer Hauptstraße und wenig Versorgungsmöglichkeiten.
Saloum erfuhr das erste Mal von Amref, als er seinen Sohn, der an Malaria erkrankt war, in ein Health Centre brachte. Bevor Amref  das Projekt in seinem Dorf startete, wusste Saloum nicht viel über Malaria.
Er wusste, dass die Krankheit gefährlich ist und viele Leute daran sterben.
Jetzt ist er ein von Amref voll ausgebildeter „Community Health Worker“ und betreibt Aufklärungsarbeit bei den Mitgliedern seiner Gemeinde. Das ganze Jahr über ist er auf seinem Rad, das von Amref zur Verfügung gestellt wurde, von Haus zu Haus unterwegs und spricht mit den Leuten über Malaria. Die Zahl der von Malaria verursachten Todesfälle ist in Mtwara bereits deutlich zurückgegangen, dank der Hilfe von Amref und „Community Health Worker“ wie Saloum.

Ines Müller