8. März 2026 – Weltfrauentag

Krisen und Kriege in Europa, im Nahen Osten und der weitgehend vergessene Konflikt im Sudan prägen die Gegenwart. Hinzu kommen die massiven Folgen des Klimawandels, dessen Ursachen nicht von den Menschen Afrikas geschaffen wurden, die jedoch besonders stark betroffen sind.

Klimawandel und Frauen:
Am Horn von Afrika führen lange Dürreperioden und Überschwemmungen zu Hunger und Vertreibung. Frauen und Mädchen sind besonders gefährdet, da sie oft für Wasserbeschaffung und Ernährung verantwortlich sind. Laut einer FAO-Studie verlieren von Frauen geführte Haushalte in Afrika überdurchschnittlich viel Einkommen, wenn die Temperaturen steigen. Das zeigt die strukturelle Benachteiligung im Kontext des Klimawandels.

Gesundheitliche Herausforderungen:
Jeden Tag sterben in Afrika mehr als 500 Frauen während der Geburt – ein Risiko, das 260-mal höher ist als in Europa. Weniger als drei Viertel aller Geburten werden von ausgebildetem Fachpersonal begleitet, während es in Deutschland 96 % sind. Neugeborene in Afrika haben eine zehnmal geringere Überlebenschance in den ersten Lebenswochen als Kinder in Europa.

Amref Health Africa – Frauen im Mittelpunkt:
Amref
arbeitet in 37 Ländern Afrikas und führte 2025 insgesamt 172 Programme durch.

Über 19,1 Millionen Menschen wurden direkt erreicht, weitere 39,4 Millionen indirekt.

Mehr als 54.000 Gesundheitsfachkräfte wurden ausgebildet, um die Versorgung in abgelegenen Regionen zu verbessern.

Über 55 % des Amref-Teams sind Frauen.

Die medizinische Versorgung, Unterstützung und Ausbildung von Frauen in Afrika ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit oder ein ethisches Grundbedürfnis, sondern eine globale Notwendigkeit für unsere gemeinsame Zukunft.

Durch die Projekte von Amref stehen Frauen in Afrika für Stabilität, Fortschritt und nachhaltige Entwicklung.

Es ist eine Verpflichtung für heutige und kommende Generationen: für eine faire, humanistische und nachhaltige Wirtschaft sowie soziale Entwicklung zu sorgen, die auch unverschuldete Migration verhindern kann.

Ines Müller